Horst Demmelmayr - Ehrenamtler mit Special Olympics Ambitionen

Horst Demmelmayr Ehrenamtler bei SO

Ohne ihn ging gar nichts im Organisationsbereich der National Games in Inzell: "Ich bin das Mädchen für Alles", sagte er, wenn man ihn nach seinem Tätigkeitsbereich fragte. Die komplette Organisation des Auf- und Abbaus in Olympic Town ebenso wie am Kessellift, Hilfe und schnelles Handeln bei allen organisatorischen Fragen - Horst war immer da und einsatzbereit. Und dies alles ehrenamtlich, denn der einstige Soldat ist eigentlich Pensionär - aber das kann sich ohnehin niemand ernsthaft vorstellen, der den agilen und begeisterungsfähigen Macher kennt.

Horst Demmelmayr, dessen Sohn Jörg übrigens wie sein Vater im Organisationskomitee mitarbeitete, kam im Jahr 2005 zu Special Olympics und richtete damals in seinem Heimatort Garmisch-Partenkirchen die National Winter Games mit aus. Seitdem ist er einer der aktivsten "Special Olympiker" in Bayern, hat mehrere regionale Spiele mitorganisiert, ist im Beirat aktiv und hat jetzt, da er noch mit den Abbauarbeiten am Inzeller Eisstadion beschäftigt ist, schon die nächsten Veranstaltungen im Blick: "Wir sind schon in der Vorbereitung für den Bodensee-Cup im Frühjahr und die Bayerischen Special Olympics Sommerspiele im Juli in Nördlingen. Dann werden wir ca. 700 Teilnehmer dabei haben, vorwiegend in den Sportarten Boccia, Schwimmen, Leichtathletik und Fußball. Ich freu' mich besonders darüber, dass wir jetzt durch diese Winterspiele wieder ein Stück mehr Öffentlichkeit bekommen haben. Ohnehin hat Special Olympics in Deutschland in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung genommen, wir konnten den Bekanntheitsgrad durch unsere Aktivitäten enorm steigern.

"Unsere Fans werden immer mehr, die Türen öffnen sich leichter, die Bevölkerung weiß, was Special Olympics ist - da hat sich viel getan."
Dass Horst Demmelmayr auch aktiver Sportler ist, sieht man ihm an. Berggehen,
Schwimmen, Langlauf. Auch sonst würde es ihm an Interessen und Beschäftigung mit Sicherheit nicht mangeln, wenn er sich nicht permanent um Special Olympics Angelegenheiten kümmern würde. Warum also engagiert er sich so intensiv dafür? "Ich kann aus meiner langen Erfahrung nur sagen: Dir wird kein fremder Mensch außerhalb Deiner Familie so viel zurückgeben, wie ein Mensch mit geistiger Behinderung. Bei den World Games hat ein Coach aus Österreich auf diese Frage etwas gesagt, das ich eins zu eins genauso empfinde: Es sind die starken Emotionen. Wenn ich in die strahlenden Augen meiner Sportlerinnen und Sportler auf dem Siegertreppchen schaue, dann ist das der schönste Lohn."

Das Interview führte Sonja Schmeisser (publiziert im SOD-Newsletter März 2009)

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