Das Prinzip des Aufstiegs ist eines der beiden zentralen Elemente des Sportkonzeptes von Special Olympics.

Kriterien für die Teilnahme an Wettbewerben einer höheren Ebene (Auszug Artikel I)

Innerhalb der Special Olympics Bewegung werden Wettbewerbe auf verschiedenen Ebenen ausgetragen. Die Festlegung der Kriterien, wie Athleten aller Sportarten von einem Spiel- oder Turnier-Level in den nächsten aufsteigen, ist eine wichtige Aufgabe, die jede akkreditierte Landesorganisation wahrnehmen muss. Die Einhaltung der Grundprinzipien des Athleten-Aufstiegs ist für die konsequente Einführung und Entwicklung von Special Olympics Programmen weltweit entscheidend.

Grundprinzipien

a. Athleten aller Leistungsstufen haben die gleiche Chance, um in den nächst höheren Wettbewerbslevel aufzusteigen.

b. Jede Veranstaltungsebene spiegelt alle Aspekte der vorhergehenden Veranstaltungsebene wider, einschließlich – aber nicht ausschließlich – Alter, Geschlecht, Leistungsniveau der Athleten und die im vorherigen Wettbewerb ausgeübten Sportarten.

Aufstiegskriterien

a. Ein Athlet ist berechtigt in die nächste Wettbewerbsebene aufzusteigen, wenn er oder sie:

  • An organisiertem Training teilgenommen hat, das von einem qualifizierten Coach nach den Special Olympics Trainings- und Wettbewerbsregeln (z.B. Sportregeln, Sports Skills Guide etc.) durchgeführt wurde und so regelmäßig stattgefunden hat, um sich die notwendigen Fähigkeiten anzueignen und sich auf den Wettbewerb in den besonderen Sportarten und Wettbewerben  vorzubereiten, in denen der Athlet antritt. Die empfohlene Mindesttrainingszeit liegt bei zehn Stunden innerhalb von zwei Monaten vor der Veranstaltung.
  • An einer vorhergehenden Veranstaltung teilgenommen hat (z. B. muss ein Athlet zunächst an National Games teilnehmen, bevor er an World Games teilnehmen darf.)

b. Das Training und vorhergehende Wettbewerbserfahrungen müssen in derselben Sportart stattgefunden haben, in welcher der Athlet in der nächst
höheren Veranstaltungsebene teilnehmen möchte. 

allgemeine Informationen zur Teilnahme an Nationalen Spielen

Nach Veröffentlichung der Ausschreibung für die National Games Bremen 2010 kam es zu Nachfragen von Mitgliedern, die sich über die Gründe der Einführung des Prinzips des Aufstiegs für die Sportarten Leichtathletik, Schwimmen und Tischtennis informierten.  Wir möchten daher auch auf diesem Wege die Gelegenheit nutzen und nochmals ganz deutlich betonen, dass Special Olympics keine Abkehr von seiner Philosophie vornimmt. Viel mehr bildet das Prinzip des Aufstiegs mit dem Klassifizierungssystem das Grundgerüst des Sportkonzeptes von Special Olympics und wird auch in den anderen Nationen angewendet. Unser Ziel ist es, dass wir möglichst vielen Athletinnen und Athleten den Zugang zum Sport und regelmäßigen Training ermöglichen. Dies können wir nur und ausschließlich durch die Stärkung der Regionen erreichen. Daher steht auch die Förderung von regionalen Veranstaltungen im Fokus, um möglichst vielen Athletinnen und Athleten eine Teilhabe zu ermöglichen. Dabei gilt immer folgender Grundsatz: durch das Klassifizierungssystem und das wettbewerbsfreie Angebot ist eine Teilnahme für alle Menschen, unabhängig der Leistungsfähigkeit, möglich und Ziel unserer Aktivitäten!

Durch das schnelle Wachstum von Special Olympics Deutschland und seinen Landesverbänden steigen die Athletenzahlen stetig an. Der Wachstum wirkt sich ebenfalls auf die National Games aus. Die Gesamtveranstaltung ist an ihre Kapazitäts- und Obergrenze angelangt. Die Anmeldezahlen überschreiten die vorhandenen Startplätze. Um ein transparentes und faires Verfahren bei der Verteilung der Startplätze zu verwenden, muss entsprechend dem SO Konzept das Prinzip des Aufstiegs eingeführt werden. Special Olympics Deutschland stellt mit seinem Wettbewerbsprogramm bei National Games sicher, dass alle Leistungslevel berücksichtigt werden. Mit dem Prinzip sollen insbesondere folgende Ziele umgesetzt werden:

  • Sicherstellung des regelmäßigen Sporttreibens
  • Förderung von Athleten und Coaches, die regelmäßig an Veranstaltungen teilnehmen
  • Förderung der Vertrautheit mit Abläufen bei Veranstaltungen

Wie sieht die Umsetzung genau aus?

  • Die Startplätze werden nach einem festgelegten Verteilungsschlüssel auf die Landesverbände aufgeteilt. Die exakte Quotenverteilung wird rechtzeitig bekannt gegeben.
  • Die vorhandenen Startplätze werden gleichermaßen auf die unterschiedlichen Levels bzw. Kategorien verteilt.
  • Bewerben sich nicht mehr Athletinnen und Athleten aus einem Landesverband für die zugeteilten Startplätze, sind alle Bewerber bei den National Games startberechtigt. Zu betonen gilt es also, dass das Prinzip nur greift, wenn die Anmelde- die tatsächlich vorhandenen Startplätze übertreffen.
  • Bewerben sich mehr Athletinnen und Athleten aus einem Landesverband für die zugeteilten Startplätze, werden zunächst alle Athletinnen und Athleten, die an einem Anerkennungswettbewerb teilgenommen haben, berücksichtigt.
  • Sollte es dann noch immer mehr Bewerber geben als Startplätze zur Verfügung stehen, greifen die Platzierungskriterien von Special Olympics (siehe Artikel 1).
  • Die Anmeldungen laufen über die Bundesgeschäftsstelle von Special Olympics Deutschland. Das beschriebene Vorgehen wird in Ab- und Rücksprache mit den Landesverbänden und Nationalen Koordinatoren vorgenommen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gern zur Verfügung!

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